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15.06.2015, 13:55 Uhr
Jubiläumsveranstaltung des Stadtbezirksverbandes Bornheim
Ehrung langjähriger Mitglieder und Begrüßung der Neumitlgieder

Der Stadtbezirksverband Bornheim ehrt alle zwei Jahre langjährige Mitglieder und begrüßt bei dieser Gelegenheit seine Neumitglieder. Der Einladung zum Festakt am 29. Mai 2015 folgten nicht nur die zu Ehrenden, sondern auch zahlreiche Parteifreunde, Verwandte und Bekannte, so daß die Plätze im Andachtsraum, der gleichzeitig als Festsaal im Haus Saalburg dient, sämtlich besetzt waren.

 

 

Nachdem die Vorsitzende, Sabine Fischer, die Anwesenden namentlich begrüßt hatte, blickte sie auf die Anfänge der CDU zurück, die damals noch CDP hieß. Vor 70 Jahren nämlich wurde am Josephstag in Köln der Programmentwurf für eine „Christlich-Demokratische Volkspartei“ geschrieben. In der Bernadus-Gemeinde im Nordend wurde am 29. April 1945 der „Katholikenausschuß“ einberufen, womit die Geschichte der Frankfurter CDU begann. Mit Stolz erinnerte Frau Fischer, die Mitglied des Ortsbeirates 4 ist, daß die erste öffentliche Versammlung der CDP am 11. November 1945 in der Schauburg, dem heutigen Berger Kino, stattfand. Ebenso stolz wußte die Stadtverordnete zu berichten, daß als gesamtdeutsche Klammer der CDP ein sogenannter „Zonenverbindungsauschuß“ mit Sitz in Sachsenhausen fungierte, auf den dann 1947 die Arbeitsgemeinschaft der CDU/CSU Deutschlands in Königstein folgte.

 

Bevor Frau Fischer für die nicht anwesenden zu Ehrenden freundliche Worte fand, nahm  sie mit großer Freude die Gelegenheit wahr, das älteste Mitglied des Stadtbezirksverbandes Bornheim zu begrüßen. Der Ehrenvorsitzende der Frankfurter CDU Dr. Ernst Gerhardt weilte wie gewohnt gut gelaunt und geistesgegenwärtig in der geselligen Runde. Frau Fischer, die Mitglied im Kulturausschuß ist, erinnerte daran, daß „Dynamit Rudi“ 1972 die „nur verwaltungsorientierte kommunale Spitze“ durch die „politische kommunale Regierung ersetzte“ und als einziger CDU-Mann im hauptamtlichen Magistrat Dr. Ernst Gerhardt verblieb. Gerhard Ley sollte später noch an den langjährigen Kämmerer Dr. Ernst Gerhardt erinnern, der sich bei der anschließenden Feier im vertieften Gespräch mit den anwesenden Neumitgliedern befand.

 

Bei der Vorstellung der zu Ehrenden nahm Frau Fischer sowohl Bezug auf aktuelle Themen als auch auf ihre Rede.

 

Horst Unfried beispielsweise, der aus gesundheitlichen Gründen nicht an der Feierstunde teilnehmen konnte, war den älteren Mitgliedern als treuer Wahlhelfer bekannt. Ein Ehrenamt, welches auch heute nur schwer zu besetzen ist, obwohl deren Wichtigkeit und Bedeutung durch die fehlerhafte Auszählung in Köln-Rodenkirchen gerade eindringlich vor Augen geführt wird.

 

Albert Ruths, war nach zehn Jahren erneut zu ehren. Seinerzeit zeigte Albert Ruths sein Rabattheft vor, was die Vorsitzende zum Anlaß nahm, auf die Beitragszahlung im Laufe der Geschichte zurückzublicken ohne es dabei zu versäumen, sich bei den Anwesenden für die regelmäßigen Überweisungen der Mitgliedsbeiträge zu bedanken.

 

Bei der Vorstellung des ehemaligen CDA- und Gewerkschaftsmitgliedes Norbert Neumann, der seine Teilnahme leider absagen mußte, erinnerte die in der Ev. Kirchengemeinde Bornheim beheimatete Protestantin daran, daß die CDU von Beginn an ganz bewußt konfessionell und sozial für jeden offen war und sich gerade in den Anfangszeiten noch einem „planvollen wirtschaftlichen Sozialismus“ verpflichtet fühlte.

 

Klaus Rondholz, der seine Teilnahme aus beruflichen Gründen absagen mußte, wünschte der Veranstaltung einen angenehmen Verlauf und für alle Mitglieder einen harmonischen Abend.

 

Im Zusammenhang mit der Ehrung des nicht anwesenden Dr. Wessel Heukamp verwies Frau Fischer noch einmal darauf, daß sich die lokalen Gruppen der CDP bei ihrem Treffen vom 14. bis 16. Dezember 1946 in Bad Godesberg mit Ausnahme der bayerischen CSU auf den Namen CDU einigten und freute sich, das Mitglieder auch nach ihrem Wegzug aus Bornheim dem Stadtbezirksverband weiterhin verbunden bleiben.

 

Die Ehrung an den anwesenden zu Ehrenden wurde durch den Stadtverordnetenvorsteher, Stephan Siegler, vollzogen. Stephan Siegler übergab die Ehrengaben in Form von Ehrennadel und Ehrenurkunde mit dankenden und persönlichen Worten. Auch er schaute dabei zurück auf die Leistungen jedes einzelnen der langjährigen Mitglieder.

 

Gerhard Ley folgte dabei der Einladung, selbst einige Worte zu seiner 60-jährigen Mitgliedschaft zu sagen. Zu Beginn seiner Ausführungen erinnerte er an Flucht und Vertreibung, die Sexuelle Revolution der 68-iger und den Vietnam-Krieg. Der gläubige Katholik und Vater von vier Kindern, wovon drei anwesend waren, verwies auf die zahlreichen Ehrenämter, die er in all den Jahren inne hatte und verweilte längere Zeit und aus aktuellem Anlaß in dem des bildungspolitischen Sprechers der Römer-CDU. Mit dem Hinweis auf die Flüchtlingsströme, die Homo-Ehe und den Ukraine-Krieg setzte Gerhard Ley, der weiterhin Delegierter des Stadtbezirksverbandes Bornheim ist, reichlich Diskussionsstoff. Seine lobenden und anerkennenden Worte gegenüber unserer Direktkandidatin im Dt. Bundestag, Erika Steinbach, fanden dabei großen Beifall und Zustimmung.

 

Stephan Siegler ehrte seinen langjährigen Fraktions- und CDA-Kollegen, Martin Gerhardt, mit sehr persönlichen Worten und dankte ihm für 50-Jahre Mitgliedschaft. Sowohl Siegler als auch Fischer hoben dabei die unverzichtbaren Leistungen Martin Gerhardt als sportpolitischen Sprecher der Römer-CDU hervor. Beide versäumten es aber auch nicht, daran zu erinnern, daß Martin Gerhardt jahrzehnte den Vorsitz des Stadtbezirksverbandes Bornheim inne hatte. Die jetzige Vorsitzende, S. Fischer, bedankte sich für die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit ihm als stellvertretenden Vorsitzenden und war glücklich, daß Martin Gerhardt auch in der nächsten Mitgliederversammlung mit Neuwahlen im Herbst wieder für dieses Amt kandidiert.

 

Christel Holler, die für 40 Jahre Mitgliedschaft geehrt wurde, fand besondere Worte des Dankes von dem Stadtverordnetenvorsteher. Sie nämlich war es, die trotz oder wegen des starken politischen Engagements ihres Gatten die „Briefträgerin“ der Bornheimer CDU war. Während Manfred Holler fast zehn Jahre Stadtverordneter und noch länger Mitglied im Ortsbeirat 4 war, warf seine Ehefrau persönlich und meist in Begleitung der beiden damals kleinen Kinder Einladungen, Mitteilungen und sonstige Schreiben in die Briefkästen der Mitglieder. Anlaß also für Stephan Siegler, einen Blick auf den Wandel der Kommunikation im Laufe der Parteigeschichte zu werfen.

 

Auf 25 Jahre Mitgliedschaft schauen Gabriele Ley und Dr. Klaus Knippschild zurück. Gabriele Ley, die in Begleitung ihres Lebensgefährten anwesend war, erinnerte sich mit ihren Schwestern an den „Jungen Stammtisch“, den sie seinerzeit mit organisierte und aus dem heraus neue und aktive Mitglieder in die CDU Bornheim kamen. Dieses anzuerkennen verstand Stephan Siegler in besonderem Maße und ließ die Anwesenden wissen, daß auch er ein Bernemer Bub ist.

Dr. Klaus Knippschild hingegen blickte zurück auf seine JU-Mitgliedschaft im Hochsauerland und verglich seine Mitgliedschaft in der CDU mit der Ehe, in der die Eheleute in guten und schlechten Zeiten zusammen halten. Stephan Siegler zeichnete den Weg des dreifachen Familienvaters bis hin zur Mitgliedschaft in die Bornheimer CDU nach. Hier gehört das Mitglied der Ev. Nord-Ost-Gemeinde seit vielen Jahren als stellvertretender Vorsitzender dem Vorstand an und ist zur Zeit Fraktionsvorsitzender im Ortsbeirat 4. Die Vorsitzende Fischer bedankte sich auch bei Dr. K. Knipschild für seine Bereitschaft, bei der nächsten Hauptversammlung mit Neuwahlen erneut zu kandidieren.

 

Viktorija Stojak, die sich auch diesmal wieder für die musikalische Begleitung verantwortlich zeigte, spielte Filmmusik auf dem Keyboard. Neben Ballade pour Adeline von Richard Claydermann hörten die Gäste den Titelsong aus Schindlers Liste von John Williams, Comptine d`un autre ètè von Yaan Tiersen und River flows in You von Yiruma.

 

Sehr erfreulich war es, daß die beiden neuen Mitglieder,  Dr. Aniko Kovacs-Bertrand, und Tomas Salter, die Gelegenheit wahrnahmen, sich selbst vorzustellen und so in die Mitte der Bornheimer CDU einzutreten.

 

Die aus Ungarn stammende Historikerin Dr. Aniko Kovacs-Bertrand ist Mutter einer Abiturientin  und selbstständige Unternehmensberaterin. Sie lebt seit 1986 in Frankfurt am Main und warf einen ganz eigenen Blick auf die Geschichte. Dabei ließ sie die konservative Haltung ihrer Vorredner in einem anderen Licht erscheinen, was zu der Erkenntnis führte, daß der gegenwärtige Blick in die Vergangenheit zukunftsweisend ist. Daß sich Frau Dr. Kovacs-Bertrand bereit erklärt hat, bei der Kommunalwahl am 6. März 2016 als Mitglied für den Ortsbeirat 4 zu kandidieren, nahmen die Gäste nach ihrer Vorstellung zustimmend zur Kenntnis.

 

Der aus Torgau stammende Tomas Salter ist, obwohl Rentner, das jüngste Mitglied im Stadtbezirksverband Bornheim. Der hessische Ministerpräsident, Volker Bouffier, und unser Kreisvorsitzende, Uwe Becker, hätten ihn für eine Mitgliedschaft begeistern können, sagte der in der jüdischen Gemeinde beheimatete Salter. Seine Aufgeschlossenheit und seine freundliche Hilfsbereitschaft führten dazu, daß er ebenfalls gleich gerne in der Bornheimer CDU aufgenommen wurde.

 

Im Anschluß daran gratulierte die Vorsitzende gemäß ihrem Brauch den Vorstandsmitgliedern Marco Wagner und Martin Gerhardt nachträglich zum Geburtstag und überreichte die in diesem Jahr zu verschenkende Dose „Gref-Völsings – Rindswurst“, wovon auch unser Stadtverordnetenvorsteher, Stephan Siegler, eine bekam.

 

Am Ende der Ehrung langjähriger Mitglieder und Begrüßung von Neumitgliedern konnte die CDU Bornheim feststellen, daß es im „lustigen Dorf“ weiterhin mit einer guten Mischung aus jung und alt, erfahrenen und weniger erfahrenen Parteimitgliedern  aufgestellt ist und zuversichtlich der Hauptversammlung mit Neuwahlen im Herbst und der Kommunalwahl am 6. März 2016 entgegensehen kann.

 

 

H. Richard Hackenberg

Schriftführer

 

 

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